bwGRiD-System

Das bwGRiD ist eine dezentrale Ansammlung von Rechenknoten, die von acht Universitäten des Landes Baden-Württemberg betrieben werden. Neben der Nutzung der lokalen Cluster an den einzelnen Standorten steht vor allem die transparente Zusammenfassung der Recheneinheiten zu einem Grid im Vordergrund.

Durch die Einrichtung des bwGRiDs soll die Funktionalität und der Nutzen von Gridkonzepten nachgewiesen, bisherige Organisations- und Sicherheitsprobleme überwunden, neue Clusteranwendungen entwickelt, die Lizenzproblematik gelöst sowie eine Spezialisierung der einzelnen Rechenzentren ermöglicht werden. Der derzeitige Ausbau des Landeshochschulnetzes BELWUE auf eine Übertragungsleistung von 10 Gbit/s wird für die beabsichtigte Zusammenarbeit der Rechenzentren eine Schlüsselrolle übernehmen. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg unterstützt den Aufbau des bwGRiDs zusätzlich mit Personalmitteln.

Die Parallelrechnercluster werden im Rahmen der D-Grid Initiative zu einem bwGRiD-Verbund gekoppelt. In das zunächst homogene Cluster sollen durch die Einbindung weiterer, an den Hochschulen vorhandener Systeme die Probleme der Übertragbarkeit von Anwendungen aufgezeigt und unter Mithilfe der Lieferanten gelöst werden. Die Größe der einzelnen Cluster muss für die Berechnung und Lösung realer Probleme aus Wissenschaft und Wirtschaft tauglich sein. In Abstimmung mit den teilnehmenden Universitäten übernimmt das KIT in Karlsruhe die Projektkoordination.