SARA

Software Archiving of Research Artefacts

In vielen wissenschaftlichen Disziplinen, besonders in den Natur- und Sozialwissenschaften, spielen Software-Werkzeuge eine essentielle Rolle für die Erfassung, Analyse und Interpretation von Forschungsdaten. Ohne beide, die Werkzeuge und Daten, sind die daraus resultierenden Forschungsergebnisse weder vollständig nachvollziehbar, noch können sie als Basis für die weitere Forschung dienen.


Das Ziel im Projekt SARA (Software Archiving of Research Artefacts) ist es, einen neuen wissenschaftlichen Dienst zu entwickeln, mit dem sowohl Forschungsdaten als auch Softwarewerkzeuge, mit denen diese Daten erzeugt werden, langfristig verfügbar gemacht werden können. In der Fachdisziplin Biologie werden beispielsweise Messdaten computergestützt erfasst und weiterverarbeitet. In der Elektrotechnik und Informationstechnologie werden vielfältig Softwarecodes generiert, die kontinuierlich in unterschiedlichen Versionsständen gespeichert werden müssen.


Der wissenschaftliche Dienst soll die Workflows dieser Wissenschaftler abbilden und es ihnen ermöglichen, Zwischenstände ihrer Forschungsarbeit bereits prozessbegleitend festzuhalten. Damit kann auf die gesamte Entstehungshistorie der oft von den Forschern selbst modifizierten Tools zurückgegriffen werden. Die erhobenen Forschungsdaten sowie die unterschiedlichen Versionsstände der dazugehörigen Softwarewerkzeuge sind dadurch für spätere Forschung nachvollziehbar. Der im Projekt prototypisch entwickelte Dienst soll auch weiteren Fachdisziplinen langfristig zur Verfügung stehen.


Projektpartner

Universität Konstanz

Projektleiter, AG Verteilte Systeme, FB Informatik

Prof. Dr. Marcel Waldvogel

Universität Ulm

Institut für Organisation und Management von Informationssystemen (IOMI)

Kommunikations- und Informationszentrum (kiz)

Prof. Dr.-Ing. Stefan Wesner

Franziska Ackermann

Laufzeit

01.01.2016–31.12.2018

Links